Das Spiel, das Deine Welt verändert

Wir möchten nichts weniger als die Welt verändern.

Wir glauben*, dass der Schlüssel hierzu im Verhalten von Dir, mir und jedem Anderen liegt. Mit Enkeltauglich Leben bieten wir die Plattform um Mitstreiter zu finden, mit denen Du Dein Leben nachhaltig veränderst. Denn gemeinsam macht das Spaß.

An sechs Treffen spornt Ihr euch gegenseitig zu Veränderungen an, an die Du vorher noch gar nicht gedacht hast. Ein ausgebildeter Spieleleiter begleitet das Spiel und von Treffen zu Treffen wettest Du, was Du bis zum nächsten Mal in Deinem Leben veränderst. Dabei lernst Du auch noch von Deinen Mitstreitern jede Menge!

In den bestehenden Gruppen sind schon viele große und kleine Veränderungen passiert, von Knuts Selbstversuch einer veganen Lebensweise über Antons Bürgerinitiative für einen Radweg bis hin zu Sophias Kontowechsel zu einer ökologischen Bank. Jeder Teilnehmer entscheidet selbst von Monat zu Monat wie groß oder klein die eigene Wette ist. Wichtig dabei ist der Spaß an der Sache, daher verzichtet Enkeltauglich Leben auf den erhobenen Zeigefinger und geht die Veränderungen spielerisch an.

*Mit diesem Glauben sind wir nicht alleine. Auch Papst Franziskus schreibt in seiner Enzyklika Laudato si diesem Weg am meisten Potential zu. Hier ist sie kostenlos zu lesen. 

Das Spiel im Überblick:

6 Treffen   +   je einmal monatlich   +   je 2,5 Stunden   

 

+   5 bis 10 Mitstreiter   =   Enkeltauglich Leben

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Spiele:

Mitstreiter:

K.

T.

 weltverändernde Aktionen:

T.

Niko Paech

Das Projekt "Enkeltauglich Leben" greift den wichtigsten Aspekt einer nachhaltigen Entwicklung auf, nämlich die Herausbildung einer Lebensführung, deren Nebenfolgen mit 7,3 Mrd. multipliziert werden können, ohne dass die Lebensgrundlagen zerstört werden. Die entscheidende Frage lautet: Was steht einem einzelnen Individuum an materiellen Freiheiten zu, so dass es nicht über seine Verhältnisse lebt? Genau darin spiegelt sich der Gerechtigkeitsimperativ des 21. Jahrhunderts wieder. Einen solchen Lebensstil spielerisch zu erarbeiten, ist ein guter Ansatz, weil er die Menschen motiviert.  

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Bildrechte: Niko Paech

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Entwicklungen:

Annemarie aus Traunreut

Ich habe schon wirklich viel über nachhaltigere Lebensstile gelesen und mir auch gute Vorträge angehört, aber erst durch diesen Kurs habe ich angefangen, es umzusetzen. Ich war über mich selbst erstaunt, was diese Gruppe in mir ausgelöst hat.

Eine Aufgabe, die ich mir im Kurs gestellt hatte, war die Recherche darüber, wie viel Glyphosat in meiner Stadt durch die Kommune ausgebracht wird. Die Anfrage beim Stadtgärtner hat anschließend eine Diskussion über ein Verbot von Glyphosat im Stadtrat ausgelöst. 

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Anton aus Anger

In meinem Ort wird ein Radweg gebaut. Bei der bisherigen Planung sollte der Geh- und Radweg so angelegt werden, dass er die Bundesstraße auf kurzer Strecke zwei Mal quert. Dies finde ich unsinning. Ich habe mir im Kurs unter anderem die Aufgabe gestellt, eine Bürger-Diskussionsrunde zu dem Thema zu gestalten. Über den Abend in der Dorfwirtschaft ist ein Presseartikel in der Regionalen Zeitung erschienen. Derzeit hat es den Anschein, dass die Planung überdacht wird.

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Knut aus Bad Reichenhall

Natürlich weiß man, dass der eigene westliche Lebensstil meist nicht als sehr nachhaltig bezeichnet werden kann, doch ist die Umsetzung von Alternativen noch einmal etwas Anderes. Im Kurs habe ich den Selbstversuch gewagt und einen Monat lang nur Produkte gekauft, die biologisch zertifiziert und vegan sind. Dieser Selbstversuch hat mein Einkaufsverhalten auch darüber hinaus verändert.

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Martina aus Bergen

In der Diskussion im Kurs war auch einmal Papierverschwendung das Thema. Ein anderer Kursteilnehmer gab sich die Aufgabe ein `Bitte keine Werbung`- Schild auf seinem Postkasten aufzubringen. Ich glaube, dass auch solche kleine Veränderungen durchaus etwas bringen. Ich habe die Aufgabe für mich übernommen und erhalte seither tatsächlich weniger unnötiges Papier.

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Sophia aus Kienberg

Ich habe schon länger darüber nachgedacht mein Konto zu einer ethischeren und ökologischeren Bank zu wechseln. Tatsächlich umgesetzt habe ich es aber erst, als ich mir dieser Aufgabe in der Gruppe gestellt habe. Hätte ich es mir alleine vorgenommen, hätte es in jedem Fall viel länger gedauert, bis ich zu einer anderen Bank gewechselt wäre.

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Andrea aus Bergen

In meiner Freizeit bin ich gerne im Garten und baue mein eigenes Gemüse an. Daher kam mir auch die Idee, mit der Gruppe von Enkeltauglich Leben eine `Samentauschparty` zu veranstalten. Die anderen Teilnehmer waren für diese gemeinsame Aktion gleich zu haben.  An dem Abend habe ich einige neue Gemüsesorten für mich gewonnen und andere Teilnehmer mit der Idee zum eigenen Gemüseanbau angesteckt.

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Wer steckt dahinter?

Wir sind Hans Glück und Tobias Trübenbach vom Katholischen Kreisbildungswerk Traunstein e.V. im südöstlichen Eck Bayerns. Unser Bildungswerk steht seit 45 Jahren für eine offene Erwachsenenbildung.

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Das KBW Traunstein ist seit Juni 2017 gemein-wohlzertifiziert.

Wie ist Enkeltauglich Leben entstanden?

Im Rahmen eines Bildungsprojekts zum Thema Gemeinwohl in den Jahren 2016 und 2017 sind die Grundideen für unser Spiel "Enkeltauglich Leben" entstanden. Zum einen waren wir auf der Suche nach einem Format, das endlich nicht mehr über Nachhaltigkeit spricht, sondern etwas bewirkt. Und zum anderen sollte es Spaß machen mit dabei zu sein und deshalb hatte der erhobene Zeigefinger mit dem schlechten Gewissen keinen Platz im neu entwickelten Spiel. Die ersten Versuche mit Kleingruppen 2017 vor Ort in Traunstein sind äußerst vielversprechend verlaufen und so haben wir das Spiel so standardisiert, dass es überall stattfinden kann.

Der 10. und 11. März 2018 waren schließlich die Geburtsstunde des Spiels, denn an diesem Wochenende wurden die ersten drei Referenten, bei uns als Spieleleiter bezeichnet, ausgebildet. Franz Galler, Martina Parzinger und Christian Schwab tragen seither als Keimzelle die Idee einer gelebten Nachhaltigkeit in die Welt.